Das Verlernen lernen

Die gängige Version für jemanden mit Veränderungswunsch ist das Erlernen einer Strategie zum Beispiel. Immer dringender getrieben durch meinen inneren Schmerz, begab ich mich auf eine unkoordinierte Suche nach irgendwie aushaltbaren Lebenszuständen. Fand alles mögliche, begab mich in die Hände aller möglicher welche der Ansicht waren absolut ausreichende Kompetenzen inne zu haben um völlig zerfaserte Gemüter zu entfusseln. Wurde oftmals noch zerfaserter, weder die anderen noch ich wussten was hätte helfen können. Es half nichts. … Weiterlesen …

Zäsuren. Breaks. Abschnitte. Alles ist im Fluß, immer, und wir kommen damit nicht immer gut zurecht. Das Ewige, irgendein tiefes Wissen dass wirklich alles unablässig im Wandel ist, das beunruhigt unser System, unser Gehirn wird hibbelig und quengelt nach Ablenkung wenns unangenehm wird, was es auch sei. Seit Urzeiten haben wir Zäsuren erschaffen; sie helfen uns dabei, uns in dem verwirrenden Dasein eine Struktur zu bilden. Sonst ist alles ein Dauerbrei aus Tag um Tag … Weiterlesen …

Du musst Dich der Realität stellen. Hören wir oft im Leben, nicht wahr. Kommt aus der gleichen Kiste in der auch die Kollegen hier rumfliegen, das “man kann nicht alles haben” “Du musst dich für eine Sache [Person, Weg, Lebensentwurf, Gefühl, (…)] entscheiden” “Schuster bleib bei Deinen Leisten” “vom Träumen ist noch niemand satt geworden” und als top Favoriten “das geht nicht” sowie “das ist unmöglich”. Alles so Wahrheiten, Realitäten; ja, die sind wahr. Und … Weiterlesen …

Badewannenauftrieb

Mittendrin im Leben sind wir, und oft doch am Rande. Vielleicht weil wir es nicht aushalten, so mitten drin. Denn da ist es intensiv, zu heiss, zu kalt. Zu viel. Dann strebt unser System nach Ruhe und Ausgleich. Die Disruptionen, breaks auf neudeutsch, haben wir als traditionelle Feste installiert, Ende Dezember. Wäre alles ein immergleicher Gleichklang, auch das ginge nicht. Wie immer macht es die Mischung, das magische Trio aller Existenz, Stimulanz Stabilität Dominanz – … Weiterlesen …

el gordo

Was wäre unser interaktives Beziehungs-Leben doch langweilig wenn wir nicht unser Lieblingswerkzeug hätten: Falsch und Richtig. Das profunde Metaprogramm in uns. Wir wenden es auf alles an. Und auf jeden. So soll etwas sein, vor allem jemand, und nicht anders – so wie er*sie ist zum Beispiel. Mit den Jahren wird mir immer bewusster wie sehr ich mich selber falsch gemacht habe dafür wie ich bin beziehungsweise wie ich eben nun mal nicht bin. So … Weiterlesen …

vorspeise

Die Jahresreise geht Richtung besinnliches Fest wie das früher so schön hieß. Mich hat es lange Zeit irritiert dass es Menschen gibt welche eine wirrklich tiefe Freude darin finden, zu dekorieren, zu basteln, Geschenke zu sammeln, eben zu zelebrieren. Weihnachten hatte den Geschmack von abgestandenem Bitterem, blass, roch nach Staub, war dunkel; beengte Dichte, stickig, hoffnungsenttäuscht. Zusammenkunft entfernter Gemüter und Systeme in einem viel zu engen Rahmen der sonst das Jahr über vermieden wird. Eine … Weiterlesen …

Vom Umgehen des umgehens

Wie geht man mit etwas um? Wir haben da ja so unsere Strategien. Erstmal nehmen wir wahr dass da irgendwas ist was Eingang findet oder finden will in unser fein gebautes Konstrukt – dem Familien-, Berufs-, Beziehungs-, Glaubens-, Gesundheits- oder sonstigen Konstrukt. In unseren gewohnten Ablauf eben: Aus der Spur bringen. Das ist das was wir wahrnehmen, und dann fürchten oder hoffen wir, es komme. Das kann ein neues Jobangebot sein, etwas in der Partnerschaft, … Weiterlesen …

Zauderer statt Zauberer

#Geometrie#beziehung Mein Lieblingsgegenstand in der Schule war das Geo-Dreieck. Mystisch regelrecht, das Ding.Konnte stundenlang damit herum spielen in den endlosen Langeweilestunden, überhaupt, meine Güte welch Vergeudung der besten Lebensjahre Kindheit und Jugend in der Schule, ich hab sie wirklich eher durchlitten als durchlebt, fand das schrecklich; alles. Still sitzen müssen. Die todlangweiligen Inhalte. Ich nahm wahr dass man uns mit diesem sinnlosen Zeug quälte damit wir funktionieren lernen, gehorchen, unser freier Wille gebrochen wird. Unsere … Weiterlesen …

Augenbinden

#vergebung #beziehung #trennung #nachtragend #vergangenheitsbewältigung #liebe — *VERGEBUNG* — ein Thema das Bücher füllen kann. *Wie sieht das bei Dir aus – mit dem Vergebungs-Ding. Von welcher Abteilung bist Du? von der Abteilung:Was? Ich? Ich habe nichts und niemandem was zu vergeben. Hey, alles cool bei mir. oder… Vergebung? Brauch ich nicht. Schuldig ist schuldig. Da gibt es nichts zu diskutieren. …Vergebung ist was für Schlappschwänze, für die GenerationTaugtNix, für die Schisser die ihr Fähnlein … Weiterlesen …

hach wär’ man nur am meer

Was haben wir denn eigentlich so in den letzten, sagen wir mal, 70 Jahren, gemacht. Andere Universumsbewohner, die belustigt auf uns hinunter schielen, sehen sicherlich dass die als erste Welt deklarierte Zone in der wir leben, der.. hm.. das hieß mal Speckgürtel, also ebenjener ist. Wir leben seit Jahrzehnten im Paradies. In absolut irrsinnigem Reichtum und Luxus. Oder sagen wir einmal, eine ganze Menge Leute. Ich weiß, es geht auch anders, mittendrin, hier in Deutschland … Weiterlesen …

Eiswasser immer dabei

Meine Blogging-Pause. Die Fokussierung auf ein anderes Ziel, Projekt, welches ich anvisiert habe. Über zweieinhalb Jahre habe ich es vor mir hergeschoben. Daher wird dies hier weiter in der vorübergehenden Hibernation dösen. Verzögerungstaktik. Wie kommt so etwas? Prokrastination, Verdrängen, Abwehren, wegblenden – alles Strategien unseres Verstandes, des Ego also, um den Wünschen des Unterbewusstseins zu folgen. Wie immer. Der Verstand ist der ausführende Pappmaché – Hampelmann unseres Impliziten, unseres Unbewussten. Wir haben Angst, fürchten uns, … Weiterlesen …

Änderbremse

Was die innere Genesung nachhaltig bremst. Wieso kapiere ich das alles und dennoch ändert sich nichts. Oft war der Gedanke da, schnell wieder beiseite geräumt in mir. Es sind die Anteile in uns welche die Veränderung nicht wollen (weil fürchten), sie sind, bis es zu weh tut am Ende, einfach immer stärker. Ich wollte unbedingt und immer; was eigentlich in Wahrheit das war, ich wusste es selber nicht. Ich war nie bei mir. Warum auch, … Weiterlesen …

Sehnsucht, Sehnsüchte.Eine, die nach mehreren Jahren Beziehung mit einem Partner endlich einen ersten Absprung schafft; es wird derer noch mehrere geben müssen. Sie zahlte alles, Wohnung, Essen, alles; er behielt sein Einkommen als Selbständiger für sich, laberte immer irgendetwas ausrediges. Als sie zum ersten Mal Klarheit lebte, endlich den Mut fand ihm offen zu sagen dass er die Hälfte zahlen soll, brach er in wüste Beschimpfungen aus und wollte ihre kleine Tochter angreifen und schlagen. … Weiterlesen …

Bewegungsmelder im Herzen

Was mache ich wenn mich alles triggert? – lautere die Frage einer Klientin – Das triggert mich; sagt man heute. Ein Trigger ist ein Auslöser, einen Vorgang auslösender Impuls. Gemeint sind Gefühle, in der Regel keine angenehmen – also ärgern, genervt sein. Wir hören etwas hinsichtlich dessen wir anderer Meinung sind. Dagegen. Das mobilisiert sofort einen ständigen Begleiter: unseren inneren Widerstand – und nein, dieser schläft niemals. Wenn Du mal genau in Dich hinein lauschst … Weiterlesen …

Noch ein Etikett

Es ist sehr modern geworden alle möglichen Leute als NarzisstIn zu titulieren. Jeder der wenig Empathie zeigt oder hat, Zack. Wieder ein Etikett. Wir machen es uns gern leicht. Jeder vvon uns hat alles in sich. Gut und Böse. Jedoch ist es eine weitreichende Diagnose die wir heute gern jedem aufdrücken der sich gern präsentiert, performer eben. Unsere Facebook insta Whattsapp accounts sind auch narzisstisch. Achtsamkeit mit Urteilen ist essenziell. Es gibt die Persönlichkeitsstörung, der … Weiterlesen …

Weder A noch B

und liebe*r Blogleser*in, ich schreibe über das, was drückt brennt quält, und nicht über das was in mir leuchtet, singt, summt und strahlt. Zu schreiben über meine unbändige Lebenslust, meine Freude am Tanz, der Leichtigkeit, dem Lachen, der Albernheit, der Natur, der Sonne, dem Sport, der Liebe in mir, meinem riesen großen Herzen, meinem unzerstörbaren Optimismus, meine Dankbarkeit, mein jeden Tag neu erwachendes Überlebensfeuer das mich immer weiter treibt, die Lust am Lernen, daran weiter … Weiterlesen …

Aus evolutionären Gründen instalĺieren wir früh im Leben das was gerne das Ego genannt wird. Ego ist das wichtigste Führungsoberhaupt in uns. Es bewertet. Ego beschützt uns. Schirmt uns ab. Hilft uns Dinge verdrängen zu können, von uns wegzuhalten. Ego hilft uns und ist die entscheidende Instanz dabei dass wir uns ein Leben lang die Geschichte über uns erzählen können die wir gerne hören. Selbstbild. Unser Selbstbild ist von schier überwältigend gigantischen Weichzeichnerfiltern geschönt. Wir … Weiterlesen …

Hauptsache cool. Hauptsache perfekte Fassade. Hauptsache Tiefkühlmimik. Freude Leiden Trauern Flippen Weinen Jauchzen Schreien Lärmen – wollen wir alles Nicht. Der ist doch betrunken oder krank oder verliebt oder unter Drogen die hat doch nen knall die ist hysterisch muss immer übertreiben. Lautlos, fahl, unsichtbar. Das ist fein das mögen wir am liebsten. Unsere Wut Lebenslust Intensität Vollfarben? Tabus. Wir sind konditioniert darauf, dass alles möglichst leise und ruhig ist. Intensives Verhalten verstört uns. Wir … Weiterlesen …

toter Fisch

Ich war immer Zaungast meines eigenen Lebens. Wie die meisten von uns. Auf der Tribüne. Schön weit weg. Das ist cool. Da passiert einem nämlich nichts. Man wird hoffentlich nicht gesehen, und falls doch, dann fällt man ja vielleicht nicht auf, oder wenn dann kurz und angenehm. Lau. Kantenlos. Einfach Angst nicht genug zu sein oder abgelehnt zu werden. Deswegen zeigen wir uns nicht. Wenn ich mich zeige mache ich mich verwundbar. So aber gibts … Weiterlesen …

Knötchen

Wir haben im Leben Momente in denen wir den Eindruck haben uns irgendwie verheddert zu haben. Ein Knäuel aus unseren eigenen Lebensfäden. Und denen der anderen. Mit denen wir verstrickt sind. Ein Schulhof voller Kinder und jedes hat ein endlos-Wollknäuel in der Hand mit dem es herumrennen darf wie es will. Schönes buntes Bild von oben. Die Verbindung zu anderen, welche Eintritt in unseren Raum gefunden haben, sind keine hübschen Schnürchen die geordnet neben einander … Weiterlesen …

medien

Wir machen uns auf den Weg wenn es nicht mehr geht; der berühmte Überlauftropfen in unsere Fässer. Wieso eigentlic hnicht schon vorher. Vertane Zeit. Verdammte Comfortzonenphilosophie die unser Gehirn so liebt. Dann aber wird das ein innerer Imperativ, hinaus aus einer oder mehrerer Krisen, aus Lebensumständen die uns so wenig innerlich erfüllen dass selbst Dauerdaddeln am Telefon nicht mehr ausreichend sediert, am besten noch mit täglichem Glas Wein dabei. Wenn alle Ablenkung nicht mehr funktioniert … Weiterlesen …

was ist

Die Zeit und Energie die es braucht um ein Ende zu akzeptieren, ein Verlassen werden, ein gekündigt werden, ein nicht mehr gesund werden, ein Aussehen das das Alter nicht mehr verschleiert. Alles kleine Tode. Mein innerer Widerstand gegen diese damalige Art der Beziehung, das nicht-haben-wollen dessen was ist. Die Vorstellung wie es zu sein hat, werden möge, sich verändern solle. Ich habe unendlich lange gebraucht zu erkennen was das ist, dieses riesige Kraftfeld in mir; … Weiterlesen …

ombres. part 1

Irgendwo, Irgendwie in einem der Urlaube, diese schnellen jeweils ein bis drei Tage dauernden. Er wolle mir sein Land zeigen, sagte er, und Orte denen er sich verbunden fühlt, die er wunderbar findet. Mit jedem Jahresmeter Abstand mehr schnürt es mir die Kehle zu wenn ich mich in mein damaliges Ich hinein fühle. Wie unwert kann Frau sich selbst sein, wie weit weg sind wir imstande, von uns selber entfernt zu sein. Um zu akzeptieren … Weiterlesen …

mit dem zweiten …

Diese Sache mit der Wahrheit. Mit dem richtigen Verhalten. Konformität, akzeptiertes soziales Verhalten. Wir haben eine innere eigene Wahrheit. Das Gefühl der Synchronizität kann entstehen, wenn wir unsere eigenen wahren Werte kennen und dafür stehen. Das was wir uns letztlich im Außen als Lebensumstände kreiert haben, ist bei den meisten von uns das Produkt der Werte, Wünsche und Ansichten unserer Umwelt, derer die uns prägten. Eltern, Geschwister, Lehrer, Freunde, deren Umwelt wiederum(!), alle Medien. Langzeiteffekte. … Weiterlesen …

wahre lügen

Wieso ist das was wir haben meist scheinbar nicht das was wir wollen. Ich war damals der Ansicht, dass ich alles menschen-un-mögliche getan hatte um in der Beziehung zu bleiben, und je mehr ich zu investierten meinte desto schwerer war die Holztüre die mir beim zugeschmissen werden Nase und Stirn blutig schlug, jeden Tag aufs neue. Je nachdem, kleines Katzenkläppchen oder Stadttor.Ich lebte permanent mit einer verzerrten Dramaversion der Sesamstraßenzeile Wieso Weshalb Warum im Kopf. … Weiterlesen …

Mel und Angelina im Kopf

Verstehen wollen, verarbeiten wollen was uns passiert im Leben. Warum ich.Warum tut mir ein anderer etwas an.Wann hört das auf?Wann krieg ich das was mir doch zusteht?Wieso kann ich nicht einfach in Ruhe vor mich hin leben? Wenn wir Verletzungen oder Enttäuschungen nicht mehr mit Verdrängen, beiseite legen, darüber hinweg gehen kompensieren können, dann kommt zwangsläufig der Punkt an dem wir merken dass wir etwas tun müssen. Es wird einfach zu dominant, hindert uns am … Weiterlesen …

affaires

Lasst uns über Affären nachdenken. Über diese On-Off Geschichten. Über intensivste Beziehungserlebnisse, die die Teilnehmer vollkommen zerlegen, von poetisch ambitionierten Leuten mit aufeinander knallenden Planeten gern verglichen, Richard Burton und Liz Taylor oder andere Drama-Profis. Wir sind Beziehungswesen, und alles ist weniger wenn wir in diesem wichtigsten Lebensbereich nicht da sind, nicht so sind, wie es für uns wirklich das stimmigste wäre. Das stimmigste meint nicht, stimme mit dem überein was Dich umgibt, mit den … Weiterlesen …

Schlafwandeln

Es hat lange gebraucht mir Dinge einzugestehen. Dass ein Heilungsprozess unfassbar viele Rückwärtsschleifen beinhaltet; eine tiefe Veränderung von nachhaltiger selbstqual-orientierter Denkweise ist nicht mal mit nett gemurmelten Affirmationen getan. Ich habe mich monatelang allein schon täglich dagegen gewehrt überhaupt akzeptieren zu wollen, dass es einfach dauern würde. Wodurch ich wiederum eben jene Monate verloren hatte. Aber auch das gehört dazu wenn wir uns daran begeben, endgültig mit dem ganzen Selbstbeschiss aufzuhören und zwar dem in … Weiterlesen …

ein Match

Ich lag abends im Bett, meine neue schlechte Angewohnheit zelebrierend – ich hatte mir angewöhnt zur Vermeidung jeglicher Begegnung mit meinen emotionalen Innenwelten das Smartphone mitzunehmen, die Ausrede “Ich brauch das ja als Wecker” hatte mir genügt. Ich tinderte so vor mich hin. Sah die Anzeige, irgendetwas in mir machte “click”. Erster Impuls “das sieht nach Problemen aus”. Den muss ich kennenlernen. Jagdinstinkt. Heute, nachdem ich bis hinunter in meine tiefste Essenz erfahren dürfte dass … Weiterlesen …

Traumwandern im Nebel

Wir waren nachts auf der Autobahn, er fuhr. Nieselregen, Nebel, immer dichter. – Das Wort “wir” zu schreiben oder zu sagen, es war stets seltsam, während der Affäre und auch danach; etwas in mir wusste immer, die ganze Zeit lang, dass es kein Wir gab, dass es nie ein Wir gegeben hatte, immer wenn ich es benutzte hatte ich aufsteigenden Druck vom Magen, reflektorisch schnürte sich die Kehle zu, es ist bis heute so; das … Weiterlesen …

Mauerlöcher

Die Sache mit der Ehrlichkeit. Wieviel Ehrlichkeit, Offenheit, was ist die richtige Dosierung.Zuviel kann zerstören, zuwenig auch. hinterher ist es stets simpel, zu wissen. Wäre der andere ehrlicher gewesen, so wäre allen Beteiligten vieles erspart geblieben. Oder nicht? Schwer zu sagen. Ehrlichkeit hat einen fetten Haken, sie fängt nämlich bei uns selber an, das ist das eigentlich Problem mit ihr. Wäre der andere nur ehrlicher gewesen! Direkter, offeneres Kartenblatt gespielt, allen alles so gesagt wie … Weiterlesen …

Eisberg

Das Glück ist mit den Dummen, so sagt man. Je älter ich werde desto mehr bin ich geneigt dem zu glauben; dumm als Synonym für nicht groß nachdenken, für wenig im Gedächtnis behalten, für wenig zerdenken. Alles was an Schwierigkeiten in unser Leben tritt, versuchen wir mit dem Verstand zu lösen, au auch wenn wir meistenteils ignorieren dass diese Strategie immer noch nicht funktioniert selbst wenn wir sie zum milliardsten Mal anwenden. Tagein tagaus mit … Weiterlesen …

Der Weg hinaus aus alten Mustern ist, beginnt mensch ihn mit jenseits der fünfzehn Jahre, eine Erfahrungsreise welche nicht nach ein paar knöchelumspülenden Südsee – Retreats getan ist. Oder mit fabulösen Studiengängen an renommierten Universitäten, damit mit allumfassender Sicherheit nur der kopf benutzt wird.Als mir dies vorgeschlagen wurde, machte etwas ‘click’ in mir. Da spürte ich dass ein solcher Lösungsweg niemals dienlich sein wird, eine emotionale Wunde zu heilen ( Synonym dafür ist “Problem lösen”, … Weiterlesen …

Avatar

Es gibt so viele Themen in unserem Leben: Job, Karriere, Familie, Geld verdienen, Erfolg. Im Grunde genommen jedoch ist das Wichtigste, das um das sich alles dreht, egal in welchem Bereich des Daseins, das Thema Beziehungen. Im Extremfall eben eine heftige Beziehung, eine toxische, eine emotionale Abhängigkeit, eine Co-Abhängigkeit. Da dreht sich alles nur noch um die Beziehung, um den anderen, dann verlieren wir uns auch darin. Beziehungen, die von allem zu viel haben. Zu … Weiterlesen …

Die Gedanken verselbständigen sich. Sie kommen und gehen nach ihrem Gutdünken; sie führen mich, uns; sie kommen einfach auf ohne dass wir uns ihrer gewahr werden. Diese im Kopf formulierten Worte können Gefühle produzieren. Wir erzählen uns eine Geschichte die unser System glaubt. Zum Beispiel dass das was jemand anderer tut, sagt, nicht tut, dass dies ganz furchtbar ist, oder unverzeihlich, oder fantastisch. Bewertung.Das geschieht einfach. Weil wir nie gelernt haben dass es möglich ist, … Weiterlesen …

Endlosschleife

Was auch immer ich im Verlauf der Beziehung veranstaltete, es ging mir nur noch um diese. In meinem für mich völlig unwichtig gewordenen Restleben weiter zu funktionieren. Beruf, Freundeskreis, Selbstorganisation, Haushalt, Freizeit, Gesundheit, mir wollte es immer weniger gelingen. Ich vergaß den TÜV; Verabredungen. Rechnungen, Termine. War mir immer gleichgültiger. Ich funktionierte manchmal wie ferngesteuert, wie eine Schauspielerin die aussah wie ich. Die schickte ich immer vor, die machte einen guten Job, die belästigte das … Weiterlesen …

Immer wieder kommt das Thema der sogenannten Traumatisierung. Ich bin keine Traumatherapeutin. Es gibt einige aber viel zu wenige davon. Traumatische Erfahrungen die einen Menschen daran hindern am Leben teilzunehmen gehören stets in professionelle Behandlung. Doch was ist mit all den anderen. Mit den Erfahrungen welche keine klinische Relevanz haben, welche erlebt und verdrängt und nie wirklich wahrgenommen wurden. Unzähliges gibt es davon, und das was wir klassischerweise darunter verstehen unter dem Begriff Trauma das … Weiterlesen …

H Null

Manchmal kam es mir vor als hätte ich ein Leben lang an dem immerselben Bahnsteig den immerselben Zug genommen, wieder und wieder, denn nach scheinbaren Veränderungen stellte sich am Ende jedes Mal wieder heraus dass ich immer noch dasselbe empfand, dasselbe dachte, dieselben Gefühle und Hoffnungen und Urteile übrig geblieben waren, hinterher wenn ich wieder ausgestiegen war und feststellte, in hellen Momenten, dass der andere Bahnsteig verdammt dem Einstieg ähnelte, wieder mal. Es war ein … Weiterlesen …

Wieso so betroffen?

Katastrophen. Was macht das mit uns? Was geschieht da eigentlich in uns. Wenn wir sie selber erleben, oder andere beobachten die sie erleben. Ab welcher Kilometer-Entfernung tritt der Solidarität-Reflex ein? Naturkatastrophen in weiter Ferne motivieren uns meist nicht. In der Nähe von uns jedoch auf einmal, da sind wir berührt, unser limbisches System springt an. Scheint also etwas Evolutionäres zu sein. Und da wir alles was auch immer wir tun, wo und wie auch immer … Weiterlesen …

open gates

Wann es anfängt zu funktionieren dass wir wirklich etwas in uns ändern – das ist eigentlich gar nicht präzisierbar; so wie unser Alterungsprozeß. Eine ganze Weile lang unmerklich; wir sehen jeden Tag gleich aus, und dann sehen wir Photos von früher. Oh. So ist es mit diesem Prozeß der inneren Entwicklung auch. Monatelang tat sich überhaupt nichts. Ich war den Weg unfreiwillig angetreten um irgendwie über diese unfassbar seltsame Beziehung die niemals stattgefunden hatte hinwegzukommen. … Weiterlesen …

Blitznacht

Stabilität. Stimulanz. Nach aufregenden Erlebnissen. Und gleichzeitig nach Sicherheit, am besten inklusive des Versprechens, selber unsterblich zu sein und die die wir zu lieben meinen, die auch. Bloß keine Verluste, tut zu weh. Aber bitte auch Nervenkitzel, ist vielleicht ein schmissigerer Begriff als der der Stimulanz. Ein Leben lang das endlos währt, in uteriner Sicherheit des Partner-und Familiendaseins. Wenn da nur nicht diese nervige Ödnis wäre, dieses Bedürfnis nach Abenteuer. Unser limbisches System lechzt nach … Weiterlesen …

Schwimmbad-Duschen

In den Jahren unseres Daseins begegnen wir so vielen Menschen; unendlich weit ist die Palette von Energien die uns gegenübertreten – oder sich neben uns befinden. Aus irgendeinem nicht sehr klugen Grund haben wir vor, tja, vielen Hunderten von Jahren, angefangen uns gegenseitig zu erzählen dass das mit den Gefühlen und so alles dummes Geschwafel ist, vor allem von den angeblich viel zu gefühligen Frauen, diese Emotionalitäten und so das hindert ja eigentlich nur am … Weiterlesen …

Wir hören diesen Satz sehr oft, Krise als Chance. Doch ein Mensch der in einer ebensolchen ist, kann dies unter Umständen überhaupt nicht sehen; mitten auf dem Meer, unbemerkt über Bord gegangen. Initial schalten wir auf Überlebensmodus. Das persönliche Wachstum spielt akut keinerlei Rolle, der indirekte Benefit solch essenzieller Erfahrungen im Nachhinein ist währenddessen erst einmal unsichtbar. Es gibt wenige Menschen welche von Beginn ihres Lebens an ein solches sogenanntes Mindset haben. Ich gehöre nicht … Weiterlesen …

Panzer aufbrechen?

Und da stehen wir, eines Tages, und klagen den andern an, leise und kaum merklich, oder laut und entgültig, nun reicht es, für alles was geschah, geschieht, geschehen wird. Anklage für all das was wir mit großem inneren Einverständnis für uns behielten, all die Jahre, all die Zeit, was solls, ist eigentlich nicht so wichtig. In der Tiefe stimmt das denn nichts hat mehr Bedeutung als etwas anderes. Doch wir resignieren, um zu bleiben: Da … Weiterlesen …

1+1 = unendlich

Liebe. Beziehung. Der Lebensplan. Haben wir einen? Gibt es sowas überhaupt? Haben Tiere einen? Ich habe mir als Kind solche Fragen gestellt; in stundenlangem inneren Monolog suchte ich nach Antworten, oder einem Gefühl dazu. Bücher, Filme, in denen ein Kind mit der Weisheit der Kinder ruhig und offen die weisen, gütigen Großeltern derlei Dinge fragt, oder den als Klassenlehrer oder Fußballtrainer verkleideten Engel welcher Antworten, Inspirationen, Erleuchtungen gibt. Was ist der Sinn dahinter. Ich fragte … Weiterlesen …

Blütenblätter

Was andere über uns denken. Ist das wichtig oder nicht? Eigentlich nein. Uneigentlich jedoch durchaus, denn wir sind Herdentiere und wollen dazugehören; daher bleiben wir stets innerhalb gewisser von außen vorgegebenen Toleranzgrenzen, selbst wenn wir “ausbrechen” – der Preis wäre zu hoch, er heisst Isolation und Einsamkeit. Deswegen haben wir instinktiv das Programm, “in” zu bleiben. Meine Taktik war von Kind an eine Fassade aufzubauen. Das klappte hervorragend. Ich funktionierte einwandfrei. Andere werden Schauspieler mit … Weiterlesen …

2CV

Vielleicht ist etwas irgendwann schiefgelaufen, nur so eine ganz kleine Sache, nicht wahr. Der Faden den man aufrollt auf der Spule, nicht absolut exakt, bisschen schief nur. Eine Kleinigkeit. Als Du noch sehr jung warst. Oder auch schon älter. Oder noch jünger, im Bauch. Wer weiß das schon, Du sicherlich nicht. Und die die auf diese Spule schauen haben eine Idee, ein Bild von alldem was Du sein, tun und haben wirst; ohne diese klitzekleine … Weiterlesen …

Ballettposition

Eine unwiderstehliche Faszination, Science fictional Filme und Bücher. Diese Idee, in Zukunft und Vergangenheit reisen zu können. Raum und Zeit null und nichtig. Wieso sehnen wir uns nach solchen Dimensionen, manchmal? Weil wir die beständigen Unruhezustände in uns loswerden wollen. Niemals sind wir vollkommen in Ruhe, ganz und gar im Sein. Ein Fuß nach hinten, der andere nach vorne gedreht, der Kopf hin und her sich wendend in das was sowieso nicht mehr zu ändern … Weiterlesen …

Rien ne vaut la vie

Ein schöners französisches Lied, er spielte es mir vor, überhaupt spielte er mir häufiger Lieder vor, ich konnte am Anfang nicht fassen dass er wirklich diese Krücke von Hilflosigkeit benutzte.‘Das ist Zufall, er mag sicher nur die Melodie’, sagte die Hurra-ein-Hollywoodmärchen – Beauftragte in meinem inneren Team und wiegelte ab, als er mir am Anfang zum Beispiel Schmalziges vorspielte “il me manque quelqu’un près de moi” , also in etwa Mir fehlt jemand der nahe … Weiterlesen …

Doppelbotschaften

Über lange Zeit hinweg drehte ich mich im Kreis, es gibt den Begriff der open loops, nicht abgeschlossenes. Nach Monaten und Jahren des völlig sinnlosen ergebnislosen Rennens um diesen anderen herum wurde die innere Erschöpfung immer größer. Ich verstand einfach nicht wieso ich mich so verhielt, wieso ich unentrinnbar an diesen anderen festgekettet rannte und rannte, immer heftiger, immer müder, immer verzweifelter. Ein Tier am Pflock, statt Leine ein festes 100 Meter langes Stahlrohr, du … Weiterlesen …

Thermomix

Vor langer Zeit kam der Satz zu mir “Deine Gedanken werden Dinge”. Wie alles was der Verstand nicht greifen kann, was im übrigen das meiste ist (Regieanweisung an Leserverstand : sei empört), konnte ich diesen Satz im Grunde genommen nur fühlen und nicht verstehen. Der Verstand ist unser Gott, unsere Religion geworden. Alles außerhalb seiner Dekodierfrequenzen ist primär als weniger wichtig oder sinnvoll eingestuft. Alles was er nicht durchwinkt wird primär als nicht relevant, unsinnig, … Weiterlesen …

Klonkoffer

Das komm-her-geh-weg- Ritual. Irgendwo recht früh in der Lebensschule hatte ich mir das angeeignet, beherrschte es meisterlich, fand darin meinen Meister, natürlich. Es gibt immer einen Menschen der besser ist als wir, wir können niemals in allem dieder beste sein. Treffen auf Sylt, ich war dort, ein Wochenende ihm zu zeigen dass auch dieses Land Schönheit ist. Er freute sich, fand die Idee schön, kam nicht.Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Haben wir nicht … Weiterlesen …

Hohes Gras

Ich war alleine auf einem Fahrrad unterwegs, es war alt und von der Salzluft angenagt, vor dem Verleih hatte ich noch auf der Reparatur der Bremsen bestanden, freute mich auf die Tour ein paar Kilometer hinab hinan ein paar griechische Hügel nahe meiner Unterkunft. Dass der Tag vorangegangen war hatte ich nicht klar begriffen. Beständig zogen die Gedanken und Gefühle die immerselben Kreisbahnen in mir, tiefe Spurrillen auf millionenfach befahrenen immergleichen Wegen mit immergleichem Spurabstand … Weiterlesen …

Löwenzahn

Unsere immer unverrückbare Wahrheit dass es für jede Tat einen Schuldigen gibt.  Geben muss.  Dass es für alles was uns schmerzt, einen Schuldigen geben muss. Die anderen sind doch schuld. Immer. Falls nicht, drehen wir gerne alles solange um, zur Not die Worte im Munde des anderen, hoffend dass seine Meinung sich in seinem Kopfe mitdreht, zu unseren Gunsten natürlich.  Ich kann nichts dafür. Eine uralte Kindertaktik bereits. “Das war ich nicht!” auf die bedrohliche Frage … Weiterlesen …

Unkrautmatten

Dass meine Beziehungsstrategien nicht unbedingt die brilliantesten waren um eine ganze Lebensspanne haltende Verbindung zu erschaffen dämmerte mir mit Ende 20 bereits. Dass wir uns mit schlafwandlerischer Sicherheit stets und immer diejenigen Partner suchen die mit unseren inneren Programmen raisonnieren-das begriff ich erst dank dieser letzten Erfahrung. In ihr exerzierte ich so gesehen in Reinstform sämtliche Stufen durch, welche nötig sind um so demontiert zu werden damit ein Wesen endlich sehen kann was eigentlich mit … Weiterlesen …

Anwaltsschreiben im Wald

Die vorherigen Generationen hatten oft bereits für vieles recht unprätenziöse Beschreibungen. So mancher Katzenbesitzer weiß dies auch von seinem Haustier zu berichten. “Der oder die hat manchmal seine/ihre fünf Minuten”, hieß es dann weiland -welche je nach Tier oder Person auch deutlich länger anhalten können. Heutzutage dreht man eher am Rad. Umschreibung für uns, wenn wir innerlich oder auch im Verhalten nach außen hin sichtbar eine wie auch immer geartete Stimmungsänderung haben die dafür sorgt … Weiterlesen …

An-Aus-Schalter

Monat um Monat um Monat kämpfte ich gegen das an was nun mal einfach da war. Ich rannte einem Menschen hinterher der sich nicht für mich entscheiden konnte. Ich war vorher in einem Vorbereitungs-Trainingslager gewesen, denn der dem ich vorher begegnet war, konnte sich ebenfalls nicht für mich entscheiden.Wie auch, beide Menschen waren emotional anderswo gebunden.Monate um Monate um Monate, es waren Jahre daraus geworden, weinte klagte blodelte zürnte litt ich vor mich hin, warf … Weiterlesen …

Schreibtisch-Deko

Physik für Kinder; dieses Ding war in meiner Jugend der Renner, Newtons Energieerhaltungssatz anschaulich für den gelangweilten Geschäftspartner als originelles Werbegeschenk überreicht klackerklapperte es in den Achtzigern allenthalben in den Lachsseitenverwöhnten Büroetagen. Ich habe mich über Stunden in Trance damit gebracht es in Bewegung zu bringen ihm zuzuschauen. KlakkKlakkKlakkerKlakk. Bis zu einem bestimmten Winkel konnte es schräg gehalten werden und funktionierte immer noch, fasziniert brachte ich es ein ums andere Mal zum Erliegen, immer das … Weiterlesen …

Bleib bei Dir

Herbst.Ich möchte Dir Orte und Regionen meines Landes zeigen die mir wichtig sind, sagte er.Wir waren in einem Hotel im Osten Frankreichs, glaube ich.Morgens. Aufwachen, schönste Zimmer, schönste Landschaften; ein kleiner Café; Schuhe an und hinaus. Kalt, feucht, diesig diffuse Sonne; Leuchten der Blätter, Bäume, Wiesen, Blumen, still überall. Die klammen Schuhe an, gingen wir joggen. Eine große Klatschwelle als er in den Pool sprang. Er liebte es, sich heiß geschwitzt nach dem Sport nackt … Weiterlesen …

Kerzenschein im Fenster

Im Beziehung sein; wann sind wir das, wann nicht? Letztendlich sind wir immer in Beziehung, mit uns selbst und mit dem Außen. Das Wort Beziehung sagt rein gar nichts über die Entfernung aus; wir können in einer Kilometerweit distanzierten Beziehung sein, zu anderen ebenso wir zu uns. Wir lerne wie Beziehung “geht” und richten uns dann danach; wenn wir Distanz, Unverbindlichkeit, Instabilität, Desinteresse oder Dramainszenierung vorgelebt bekommen dann ist das eben für uns normal. Wenn … Weiterlesen …